Service und Ersatzteile

Die häufigste Frage vor dem Kauf lautet nicht „Was kostet das Fahrzeug?“, sondern „Und wer repariert mir das später?“. Sie kaufen im Internet, wir sitzen im Hunsrück, und Sie wohnen vielleicht 400 Kilometer entfernt. Diese Frage ist berechtigt. Hier steht die Antwort.

Der Kern: über 300 Partnerwerkstätten

Wir arbeiten mit über 300 Partnerwerkstätten in Deutschland zusammen. Das ist der wichtigste Punkt an dieser Seite. Service findet bei Ihnen vor Ort statt und nicht an einem einzigen Standort.

Der Unterschied ist praktisch, nicht theoretisch. Ein Seniorenmobil wiegt je nach Modell mehr als hundert Kilogramm. Sie können es nicht in den Kofferraum legen und irgendwohin bringen. Deshalb muss die Werkstatt in Ihre Nähe kommen, nicht umgekehrt.

Was jede freie Werkstatt erledigen kann

Ein Elektromobil ist technisch einfacher als ein Auto. Kein Motoröl, kein Zahnriemen, kein Auspuff, keine Kupplung. Was üblicherweise anfällt, ist Zweiradhandwerk:

  • Bremsen — Beläge, Züge, Einstellung.
  • Reifen — Reifenwechsel, Schlauch, Luftdruck.
  • Verkleidung — Teile, die durch Anstoßen gerissen oder gebrochen sind.
  • Federung und Fahrwerk — Stoßdämpfer, Lager, Schrauben nachziehen.

Diese Arbeiten kann jede freie Roller- oder Zweiradwerkstatt machen. Sie brauchen dafür keine Freigabe von uns und keinen besonderen Werkstattvertrag. Wenn Sie eine Werkstatt am Ort haben, der Sie vertrauen, gehen Sie dorthin.

Was zu uns geht: Motor und Steuerung

Anders sieht es bei den elektrischen Bauteilen aus. Motor, Controller, Ladegerät und Verkabelung sind modellspezifisch. Nicht jede Werkstatt hat damit Erfahrung, und nicht jede will es anfassen.

In diesem Fall übernehmen wir. Zwei Wege sind möglich:

  • Wir suchen die Werkstatt. Wir sprechen einen Betrieb in Ihrer Nähe an und klären mit ihm, was zu tun ist.
  • Wir holen das Fahrzeug ab. Es kommt in unsere eigene Werkstatt, wird dort repariert und wieder zu Ihnen gebracht.

Welcher Weg der richtige ist, hängt vom Fehlerbild ab. Diese Entscheidung müssen Sie nicht treffen. Rufen Sie an, beschreiben Sie das Problem, den Rest ordnen wir.

Wie ein Reparaturfall abläuft

Schritt für Schritt sieht ein normaler Fall so aus:

  • Erstens: Sie melden sich. Telefonisch unter 06747 950060 oder über WhatsApp. Beides ist rund um die Uhr erreichbar.
  • Zweitens: Wir grenzen ein. Was passiert genau, seit wann, bei welcher Gelegenheit? Fährt das Fahrzeug gar nicht mehr oder nur unrund? Leuchtet eine Anzeige?
  • Drittens: Einordnung. Handelt es sich um Bremse, Reifen, Verkleidung oder Fahrwerk, geht es zur Werkstatt vor Ort. Geht es um Motor oder Steuerung, übernehmen wir die Werkstattsuche oder die Abholung.
  • Viertens: Teile klären. Wir sagen, welches Ersatzteil gebraucht wird, und liefern es an Sie oder direkt an die Werkstatt.
  • Fünftens: Reparatur und Rückgabe. Nach der Reparatur fährt das Fahrzeug wieder, oder es kommt zu Ihnen zurück.

Ein Hinweis dazu: Rufen Sie an, bevor Sie eine Werkstatt selbst beauftragen. Nicht weil wir es verbieten, sondern weil sich viele Fälle am Telefon klären lassen und weil bei einem Gewährleistungsfall die Abstimmung vorher einfacher ist als hinterher.

Ersatzteile

Für alle Fahrzeuge, die wir verkaufen, sind Ersatzteile erhältlich. Das gilt auch für ältere Modelle. Sagen Sie uns, welches Fahrzeug Sie fahren und welches Teil Sie brauchen, dann klären wir die Beschaffung.

Für die Bestellung hilft uns: die Modellbezeichnung, das ungefähre Kaufjahr und ein Foto der betroffenen Stelle. Ein Foto über WhatsApp erspart oft drei Rückfragen. Verschleißteile wie Bremsbeläge oder Reifen bekommen Sie in vielen Fällen auch direkt bei der Werkstatt vor Ort.

Wartung

Eine Hauptuntersuchung gibt es bei 25 und 45 km/h nicht. Eine jährliche Durchsicht ist trotzdem sinnvoll. Sinnvoll sind vor allem drei Punkte: Bremsen, Reifen und der Zustand des Akkus.

Dazwischen reicht eine kurze eigene Runde ums Fahrzeug, etwa einmal im Monat. Was Sie dabei ansehen sollten, steht im Ratgeber Die ersten Wochen.

Was das kostet

Hier bleiben wir ehrlich: Wir können Ihnen keine Preisliste für Reparaturen nennen. Partnerwerkstätten sind eigenständige Betriebe und rechnen nach ihren eigenen Stundensätzen ab. Wer Ihnen ohne Kenntnis des Fehlers eine Pauschale nennt, rät.

Was fest steht: Auf jedes Fahrzeug gilt eine Gewährleistung von 24 Monaten. Zeigt sich in dieser Zeit ein Mangel, klären wir die Abwicklung, bevor Kosten entstehen. Rufen Sie in diesem Fall zuerst an.

Was wir nicht anbieten

Einen Monteur, der zu Ihnen nach Hause kommt und dort schraubt, gibt es nicht. Der Weg führt über die Werkstatt vor Ort oder über die Abholung. Ebenso wenig nennen wir feste Reparaturzeiten. Wie lange etwas dauert, hängt am Teil, an der Werkstatt und am Fehler.

Und noch etwas, das oft verwechselt wird: Verschleiß ist kein Mangel. Reifen, Bremsbeläge und Akkus nutzen sich ab. Wie Sie die Lebensdauer des Akkus verlängern, steht im Ratgeber Akku pflegen.

Häufige Fragen

Muss ich zur Reparatur nach Halsenbach fahren?

In aller Regel nicht. Bremsen, Reifen, Verkleidung und Federung erledigt jede freie Roller- oder Zweiradwerkstatt. Nur bei Motor oder Steuerung kümmern wir uns um die Werkstattsuche oder holen das Fahrzeug ab.

Darf ich zu einer beliebigen Werkstatt gehen?

Ja, für die üblichen Arbeiten. Bei einem möglichen Gewährleistungsfall rufen Sie bitte vorher an, damit die Abwicklung geklärt ist.

Gibt es Ersatzteile auch für ältere Modelle?

Für alle Fahrzeuge aus unserem Programm sind Ersatzteile erhältlich. Nennen Sie uns Modell und Kaufjahr, am besten mit einem Foto über WhatsApp.

Wie lange dauert eine Reparatur?

Das sagen wir nicht pauschal, weil es vom Teil und von der Werkstatt abhängt. Was wir sagen können, ist der nächste Schritt — sobald wir wissen, worum es geht.

Wann muss das Fahrzeug zur Hauptuntersuchung?

Bei 25 und 45 km/h gar nicht. Eine jährliche Durchsicht von Bremsen und Reifen empfehlen wir trotzdem.