Kabinenroller

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Was ist ein Kabinenroller?

Ein Kabinenroller ist ein elektrisches Fahrzeug mit einer geschlossenen Kabine: Türen, Scheiben, Scheibenwischer, Rückwärtsgang. Sie sitzen im Trockenen wie im Auto, lenken aber ein kleines, wendiges Fahrzeug, das auf jeden Stellplatz passt. Manche sagen auch Mopedauto oder Elektro-Kabinenfahrzeug dazu.

Der Unterschied zum offenen Seniorenmobil ist das Wetter. Wer nur bei Sonne zum Bäcker fährt, braucht keine Kabine. Wer aber jede Woche einkaufen muss — auch im November, auch bei Regen — der fährt in der Kabine trocken hin und trocken zurück.

Brauche ich dafür einen Führerschein?

Das hängt von der Geschwindigkeit ab, und viele unserer Kabinenroller gibt es in zwei Ausführungen:

Die 25-km/h-Ausführung dürfen Sie ohne Führerschein fahren, wenn Sie vor dem 1. April 1965 geboren sind und das Fahrzeug drei Räder hat. Das ist dieselbe Regel wie beim Seniorenmobil — sie steht in § 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung. Auch wer seinen Führerschein abgegeben hat, darf diese Fahrzeuge fahren.

Die 45-km/h-Ausführung braucht mindestens den Führerschein der Klasse AM. Den enthält jeder Autoführerschein, auch der alte Führerschein Klasse 3. Dafür fahren Sie im Verkehr besser mit und kommen schneller ans Ziel.

Welche Ausführung für Sie die richtige ist, klären wir am Telefon in zwei Minuten — oder Sie starten mit dem Modellfinder.

Was kostet ein Kabinenroller im Monat?

Die Anschaffung liegt bei uns derzeit bei 2.599 bis 8.999 €, je nach Akku und Ausstattung. Die laufenden Kosten bleiben klein:

  • Strom: rund 1,00 bis 1,50 Euro je 100 Kilometer aus der normalen Steckdose.
  • Versicherung: ein Versicherungskennzeichen genügt. Die Haftpflicht für dreirädrige Fahrzeuge gibt es ab 2,93 Euro im Monat.
  • Keine Kfz-Steuer, keine Hauptuntersuchung bei den 25-km/h-Ausführungen.

Zum Vergleich: Ein Auto kostet nach ADAC-Rechnung im Durchschnitt 543 Euro im Monat, alles eingerechnet. Rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen im Kostenrechner nach.

Wie weit komme ich — und was ist mit zwei Akkus?

Unsere Kabinenroller schaffen je nach Modell und Akku zwischen 60 und 140 Kilometer. Einige Modelle können Sie mit einem zweiten Lithium-Akku bestellen und verdoppeln damit die Reichweite. Für die meisten Alltagswege reicht ein Akku. Der zweite lohnt sich, wenn Sie regelmäßig in den Nachbarort fahren oder unterwegs nicht ans Laden denken wollen.

Wie immer gilt: Die Herstellerangabe ist ein Bestwert. Kälte, Steigungen und ein Beifahrer kosten Reichweite. Planen Sie mit einem Sicherheitsabstand.

Fahren im Winter — geht das wirklich?

Ja, dafür ist die Kabine da. Scheibenwischer und Türen gehören zur Ausstattung, viele Modelle haben eine Sitzheizung oder ein Gebläse — die genaue Ausstattung steht im Datenblatt des jeweiligen Fahrzeugs. Zwei ehrliche Hinweise: Bei Glätte hilft auch eine Kabine nicht, und Akkus verlieren bei Frost einen Teil ihrer Reichweite. Wer im Winter fährt, lädt am besten häufiger.

Ein oder zwei Sitzplätze?

Viele Kabinenroller haben zwei Plätze. So nehmen Sie Ihren Mann, Ihre Frau oder ein Enkelkind mit zum Einkaufen. Achten Sie in dem Fall auf die Zuladung im Datenblatt: Sie sagt, wie viel Gewicht das Fahrzeug insgesamt tragen darf — Fahrer, Beifahrer und Einkäufe zusammen.

Wo darf ich mit einem Kabinenroller fahren?

Auf der Straße. Kabinenroller sind Kraftfahrzeuge und gehören dorthin, wo auch Autos fahren. Der Gehweg ist tabu, und Radwege dürfen Sie nur benutzen, wenn ein Zusatzschild sie für Mofas freigibt.

Auf die Autobahn dürfen Sie mit keinem unserer Fahrzeuge — dafür gilt eine bauartbedingte Mindestgeschwindigkeit von 60 km/h. Für Kraftfahrstraßen, die blauen Schilder mit dem weißen Auto, gilt dasselbe. In der Praxis ist das selten ein Problem: Die Wege, um die es geht, führen durch Orte und über Landstraßen.

Ein Helm ist bei geschlossenen Fahrzeugen mit Sicherheitsgurt nicht vorgeschrieben. Anschnallen sollten Sie sich trotzdem, wo Gurte vorhanden sind.

Kabinenroller oder Mopedauto — wo ist der Unterschied?

Die Begriffe werden durcheinander benutzt, und ganz trennscharf sind sie nicht. In unserem Programm hat sich diese Aufteilung eingebürgert:

Ein Kabinenroller hat meist drei Räder, eine Rollertechnik unter der Verkleidung und oft einen Lenker statt eines Lenkrads. Er ist schmaler, wendiger und günstiger. Beispiele sind der Cruise, der Electron und der Lima Q3.

Ein Mopedauto wie die Dora ist von Grund auf wie ein kleines Auto gebaut: Karosserie, Lenkrad, vier Räder, mehr Platz im Innenraum. Es kostet mehr, fühlt sich aber für Menschen, die jahrzehntelang Auto gefahren sind, vertrauter an.

Wer unsicher ist, welche Bauform zu ihm passt, sollte einmal in beiden gesessen haben. Rufen Sie uns an — wir sagen Ihnen, wo in Ihrer Nähe ein Fahrzeug steht.

Welchen Stellplatz brauche ich?

Das ist die Frage, die am häufigsten zu spät gestellt wird. Ein Kabinenroller braucht deutlich mehr Platz als ein offenes Seniorenmobil, und nicht jede alte Garageneinfahrt ist breit genug. Messen Sie vor der Bestellung Breite und Höhe der Zufahrt und die Fläche am Abstellort. Die Außenmaße des gewünschten Modells nennen wir Ihnen am Telefon.

Der Stellplatz sollte trocken sein. Eine Steckdose brauchen Sie dort nur, wenn der Akku fest verbaut ist — bei einigen Modellen lässt er sich herausnehmen und in der Wohnung laden. Auch das klären wir vor dem Kauf mit Ihnen, weil daran sonst der ganze Alltag hängt.

Wie kommt der Kabinenroller zu mir?

Per Spedition, fahrbereit aufgebaut, mit telefonisch abgestimmtem Termin. Ersatzteile sind für alle Fahrzeuge erhältlich, den Service organisieren wir mit Ihnen zusammen: Service und Ersatzteile. Bezahlen können Sie per Überweisung oder über PayPal — so funktioniert sie.

Unser Rat vor dem Kauf

Ein Kabinenroller ist die größte Anschaffung in diesem Bereich. Kaufen Sie ihn nicht ungesehen aus dem Warenkorb. Rufen Sie an, schildern Sie Ihre Wege, und wir sagen Ihnen ehrlich, welches Modell passt — und ob vielleicht ein offenes Seniorenmobil für die Hälfte des Geldes genügt. Hier finden Sie alle Wege zu uns.