Der Kaufpreis steht auf der Produktseite. Interessanter ist die Frage danach: Was kostet das Fahrzeug im laufenden Betrieb? Diese Rechnung machen wir hier vollständig auf — mit den Posten, die gern vergessen werden.
Die kurze Antwort
Ein Seniorenmobil kostet im Betrieb zwischen fünf und fünfzehn Euro im Monat. Der größte Posten ist nicht der Strom, sondern die Versicherung — und selbst die liegt im einstelligen Bereich.
Diese Zahl gilt, solange nichts kaputtgeht. Weiter unten rechnen wir deshalb auch den Verschleiß mit ein, denn der macht auf lange Sicht den Unterschied.
Anschaffung: von 999 bis 8.999 Euro
Unsere Fahrzeuge decken eine große Spanne ab, und die Preise haben nachvollziehbare Gründe:
- Rund 1.000 bis 1.300 Euro — leichte Fahrzeuge mit 6 km/h für kurze Wege, oft zerlegbar.
- 1.300 bis 2.000 Euro — Seniorenmobile mit 25 km/h und Blei-Gel-Akku, der Kern des Marktes.
- 2.000 bis 3.500 Euro — dieselbe Klasse mit Lithium-Akku, mehr Reichweite, teils mit Dach.
- 4.000 bis 9.000 Euro — Kabinenroller und Mopedautos mit geschlossener Kabine und Heizung.
Der wichtigste Preistreiber ist der Akku. Zwischen der kleinsten und der größten Akku-Größe eines Modells liegen bei uns typischerweise 800 Euro. Ob sich das lohnt, hängt allein an Ihren Kilometern — dazu unten mehr.
Strom: rund einen Euro auf hundert Kilometer
Ein Seniorenmobil lädt an der normalen Haushaltssteckdose. Ein Ladevorgang eines mittleren Akkus verbraucht ungefähr eine bis anderthalb Kilowattstunden. Bei einem Strompreis von etwa 35 Cent je Kilowattstunde kostet eine volle Ladung also rund 40 Cent.
Umgerechnet auf die Strecke sind das etwa 1,25 Euro je 100 Kilometer. Wer 50 Kilometer im Monat fährt — das entspricht etwa zwei Kilometern am Tag —, zahlt also gut 60 Cent Strom im Monat. Das ist kein Rechenfehler, sondern die Größenordnung, um die es geht.
Zum Vergleich: Ein Kleinwagen mit sechs Litern Verbrauch kostet auf denselben 100 Kilometern rund zehn Euro an Kraftstoff.
Versicherung: ab 2,93 Euro im Monat
Jedes Fahrzeug ab 6 km/h braucht eine Haftpflichtversicherung. Sie bekommen dafür ein Versicherungskennzeichen — das kleine Schild, das Sie hinten anbringen. Ein Behördengang ist nicht nötig, Sie schließen die Versicherung direkt ab.
Die Beiträge unterscheiden sich nach Bauart:
- Dreirädrige Fahrzeuge bis 25 km/h: ab rund 2,93 Euro im Monat.
- Schnellere Fahrzeuge mit 45 km/h: ab rund 10,41 Euro im Monat.
Das Versicherungsjahr läuft vom 1. März bis Ende Februar. Wer im Sommer kauft, zahlt für das angebrochene Jahr entsprechend weniger. Einzelheiten stehen im Ratgeber Versicherungskennzeichen.
Steuer und Hauptuntersuchung: null Euro
Fahrzeuge bis 25 km/h zahlen keine Kfz-Steuer und müssen nicht zur Hauptuntersuchung. Es gibt also weder eine jährliche Abbuchung noch einen Termin, an den man denken muss.
Bei 45-km/h-Fahrzeugen sieht es je nach Einstufung anders aus. Das klären wir vor dem Kauf mit Ihnen — es gehört zu den Punkten, die man vorher wissen sollte.
Der Posten, den alle vergessen: der Akku
Ein Akku hält nicht ewig. Er verliert über die Jahre an Kapazität, und irgendwann wird er ersetzt. Das ist kein Mangel, sondern Verschleiß — wie Reifen beim Auto.
Wie lange er hält, hängt vor allem an der Bauart und an der Pflege:
Blei-Gel-Akkus vertragen weniger Ladezyklen. Bei regelmäßiger Nutzung liegt die übliche Lebensdauer bei einigen Jahren. Sie sind in der Anschaffung deutlich günstiger und im Ersatz ebenfalls.
Lithium-Akkus halten mehr Ladezyklen durch und altern langsamer. Sie kosten in der Anschaffung mehr, im Ersatz ebenfalls — dafür seltener.
Rechnen Sie den Ersatzakku als Rücklage von einigen Euro im Monat mit ein, dann trifft Sie der Tag nicht unvorbereitet. Wie Sie die Lebensdauer verlängern, steht im Ratgeber Akku pflegen und im Winter fahren.
Wartung und Reparatur
Ein Elektromobil ist technisch einfach. Es hat keinen Motorölwechsel, keinen Zahnriemen, keinen Auspuff und keine Kupplung. Was anfällt, ist überschaubar: Reifen, Bremsbeläge, gelegentlich ein Schalter oder ein Kabel.
Eine jährliche Durchsicht ist trotzdem sinnvoll, vor allem für Bremsen und Reifendruck. Ersatzteile sind für alle Fahrzeuge erhältlich. Für Wartung und Reparatur arbeiten wir mit über 300 Partnerwerkstätten in Deutschland zusammen. Was das im Einzelnen kostet, hängt vom Teil ab; fragen Sie uns, bevor Sie etwas selbst bestellen.
Eine Beispielrechnung
Frau K. fährt an fünf Tagen in der Woche je vier Kilometer: zum Supermarkt, zum Arzt, zum Friedhof. Das sind rund 80 Kilometer im Monat.
- Strom: 80 km × 1,25 Euro/100 km = 1,00 Euro
- Haftpflicht (dreirädrig, 25 km/h): 2,93 Euro
- Kfz-Steuer und Hauptuntersuchung: 0,00 Euro
- Rücklage für Akku und Verschleiß: rund 8,00 Euro
Zusammen rund 12 Euro im Monat — inklusive der Rücklage, die viele Rechnungen weglassen.
Der Vergleich, um den es eigentlich geht
Die meisten unserer Kunden stellen nicht die Frage „Elektromobil oder nichts“, sondern „Elektromobil oder das Auto behalten“. Und da wird die Rechnung deutlich.
Der ADAC beziffert die durchschnittlichen Gesamtkosten eines Pkw auf rund 543 Euro im Monat — mit Abschreibung, Versicherung, Steuer, Wartung und Kraftstoff. Selbst ein altes, abbezahltes Auto kostet mit Versicherung, Steuer, Hauptuntersuchung und Werkstatt schnell 100 bis 150 Euro im Monat, bevor es einen Meter gefahren ist.
Wer ein Zweitauto abgibt, das ohnehin nur noch für Wege im Ort lief, hat den Kaufpreis eines Seniorenmobils je nach Modell in ein bis drei Jahren wieder eingespart. Rechnen Sie es mit Ihren eigenen Zahlen nach: Der Kostenrechner nimmt Ihre Kilometer, Ihren Strompreis und Ihre bisherigen Autokosten und zeigt Ihnen die Differenz — mit den Quellen zu jeder verwendeten Zahl.
Wenn der Betrag auf einmal zu groß ist
Für viele Kunden geht die Rechnung erst auf, wenn das Auto abgegeben wird: Die laufenden Kosten eines Kompaktwagens liegen deutlich über dem, was ein Seniorenmobil im Monat kostet. Bezahlen können Sie per Überweisung oder über PayPal; die Einzelheiten stehen unter Finanzierung. Wenn Sie über die Aufteilung des Betrags sprechen möchten, rufen Sie uns an.
Drei Fahrzeuge, drei Kostenbilder
E-Mobil VitaEco — 1.299 € Anschaffung. Blei-Gel, dreirädrig, 25 km/h. Laufend rund 4 Euro im Monat plus Rücklage. Das günstigste Gesamtpaket in unserem Programm.
Seniorenmobil E-Nobilus — ab 2.199 €. Lithium zum Herausnehmen, 60 bis 120 Kilometer. Höhere Anschaffung, dafür längere Akku-Lebensdauer und damit niedrigere Rücklage.
Kabinenroller E-Move — 3.999 €. Geschlossene Kabine mit Heizung. Als 45-km/h-Ausführung liegt die Haftpflicht bei rund 10,41 statt 2,93 Euro im Monat; als 25-km/h-Ausführung beim niedrigen Satz.
Der eigentliche Unterschied liegt also nicht im laufenden Betrieb, sondern in der Anschaffung und in der Akku-Rücklage. Rechnen Sie beides im Kostenrechner gegen Ihre bisherigen Autokosten.
Häufige Fragen
Was kostet eine Ladung Strom?
Eine volle Ladung eines mittleren Akkus verbraucht etwa eine bis anderthalb Kilowattstunden, kostet also rund 40 Cent. Umgerechnet sind das etwa 1,25 Euro auf 100 Kilometer — ein Kleinwagen kostet auf derselben Strecke rund zehn Euro an Kraftstoff.
Muss ich Kfz-Steuer zahlen?
Bei Fahrzeugen bis 25 km/h nicht. Es fällt weder Kfz-Steuer noch eine Hauptuntersuchung an. Bei 45-km/h-Fahrzeugen hängt es von der Einstufung ab; das klären wir vor dem Kauf mit Ihnen.
Wie oft muss ich den Akku ersetzen?
Das hängt an der Bauart und an der Pflege. Blei-Gel-Akkus halten weniger Ladezyklen als Lithium-Akkus und werden entsprechend früher fällig. Legen Sie ein paar Euro im Monat als Rücklage zurück, dann trifft Sie der Tag nicht unvorbereitet.
Brauche ich eine Wallbox wie beim Elektroauto?
Nein. Alle unsere Fahrzeuge laden an der normalen Haushaltssteckdose mit dem mitgelieferten Ladegerät. Das spart bei der Anschaffung einen vierstelligen Betrag.
Lohnt sich das gegenüber meinem Auto?
Rechnen Sie es mit Ihren Zahlen im Kostenrechner nach. Der ADAC beziffert die durchschnittlichen Gesamtkosten eines Pkw auf rund 543 Euro im Monat. Wer ein Zweitauto abgibt, das nur noch für Wege im Ort lief, hat den Kaufpreis oft in ein bis drei Jahren wieder eingespart.