Seniorenmobile

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Was ist ein Seniorenmobil?

Ein Seniorenmobil ist ein elektrisches Fahrzeug mit drei oder vier Rädern und einem bequemen Sitz. Sie lenken es wie einen Roller, mit beiden Händen am Lenker. Es fährt je nach Modell 6, 15 oder 25 km/h. Andere Namen für dasselbe Fahrzeug sind Elektromobil oder E-Mobil.

Mit einem Seniorenmobil erledigen Sie Ihre Wege selbst: zum Einkaufen, zum Arzt, zum Friedhof, zu Freunden im Ort. Sie sind nicht auf Mitfahrgelegenheiten angewiesen und nicht auf den Bus. Das Fahrzeug steht vor der Tür und fährt, wann Sie wollen.

Wer darf ein Seniorenmobil fahren?

Hier gilt eine einfache Regel, und sie hängt an einem Datum: dem 1. April 1965.

Sind Sie vor dem 1. April 1965 geboren, dürfen Sie dreirädrige Fahrzeuge bis 25 km/h ganz ohne Führerschein fahren. Sie brauchen keine Prüfung und keine Fahrstunden. Das steht in § 4 der Fahrerlaubnis-Verordnung.

Sind Sie später geboren, brauchen Sie für 25-km/h-Fahrzeuge mindestens eine Mofa-Prüfbescheinigung oder einen Führerschein. Wer irgendwann einen Autoführerschein gemacht hat, hat damit auch die nötige Klasse. Wichtig zu wissen: Auch wer seinen Führerschein abgegeben hat, darf führerscheinfreie Fahrzeuge weiter fahren — die Regel fragt nur nach dem Geburtsdatum, nicht nach dem Führerschein.

Ob das auf Sie zutrifft, klärt unser Modellfinder mit einer einzigen Frage. Oder Sie rufen uns an, dann klären wir es am Telefon.

Was kostet ein Seniorenmobil im Betrieb?

Die Anschaffung kostet bei uns derzeit 999 bis 8.999 €, je nach Akku und Ausstattung. Danach wird es günstig:

  • Strom: etwa 1,00 bis 1,50 Euro auf 100 Kilometer. Geladen wird an der normalen Steckdose.
  • Versicherung: Sie brauchen nur ein Versicherungskennzeichen. Die Haftpflicht gibt es für dreirädrige Fahrzeuge ab 2,93 Euro im Monat.
  • Steuer und TÜV: entfallen bei 25-km/h-Fahrzeugen komplett. Keine Kfz-Steuer, keine Hauptuntersuchung.

Wie sich das gegen Ihr Auto rechnet, zeigt Ihnen unser Kostenrechner mit Ihren eigenen Zahlen.

Blei-Gel oder Lithium — welcher Akku passt zu mir?

Es gibt zwei Akku-Arten, und beide haben ihren Platz:

Blei-Gel ist die günstige Wahl. Diese Akkus machen das Fahrzeug in der Anschaffung mehrere hundert Euro billiger. Dafür sind sie schwerer, brauchen länger zum Laden und halten weniger Ladezyklen durch. Für kurze, regelmäßige Wege — Bäcker, Arzt, Supermarkt — reichen sie gut.

Lithium kostet mehr, wiegt weniger und hält deutlich länger. Bei vielen Modellen können Sie den Lithium-Akku herausnehmen und in der Wohnung laden. Das ist praktisch, wenn das Fahrzeug draußen oder in der Garage ohne Steckdose steht. Wer fast täglich fährt oder längere Strecken plant, fährt mit Lithium auf Dauer besser.

Wie weit komme ich mit einer Ladung?

Unsere Modelle schaffen je nach Akku zwischen 25 und 90 Kilometer. Die Angabe gilt für gute Bedingungen. Rechnen Sie im Alltag etwas weniger: Steigungen, Kälte und Zuladung kosten Reichweite. Ein ehrlicher Richtwert: Wer täglich 10 Kilometer fährt, kommt auch mit einem kleinen Akku bequem durch die Woche. Genaueres erklärt unser Ratgeber „Reichweite ehrlich erklärt“.

Wo darf ich damit fahren?

Mit einem 25-km/h-Fahrzeug fahren Sie auf der Straße. Radwege sind nur erlaubt, wenn sie für Mofas freigegeben sind. Der Gehweg ist tabu — er ist Fahrzeugen bis 6 km/h vorbehalten. Sie brauchen keinen Helm, wir empfehlen ihn aber. Die Einzelheiten stehen im Ratgeber „Wo darf ich fahren?“.

6, 15 oder 25 km/h — welche Klasse passt zu mir?

Diese Entscheidung ist wichtiger als die Farbe und wichtiger als die Ausstattung. Es geht dabei nicht nur ums Tempo, sondern darum, wo Sie fahren dürfen.

Bis 6 km/h: Sie fahren auf dem Gehweg, unter Fußgängern, in Schrittgeschwindigkeit. Diese Fahrzeuge sind leicht, oft zerlegbar und passen in einen Kofferraum. Für kurze Wege im direkten Umfeld sind sie ideal. Für den Wocheneinkauf im zwei Kilometer entfernten Supermarkt werden sie zäh — ein Kilometer dauert zehn Minuten.

Bis 25 km/h: Sie fahren auf der Straße und kommen zügig voran. Das ist die Klasse, in der die meisten unserer Fahrzeuge stehen, und für die allermeisten Kunden die richtige. Damit erledigen Sie Einkauf, Arzttermine und Besuche im Nachbarort.

Die Zwischenstufe von 15 km/h ist keine eigene Fahrzeugklasse, sondern eine Einstellung: Viele 25-km/h-Modelle lassen sich am Fahrzeug auf 6 oder 15 km/h begrenzen. Das ist praktisch für die ersten Wochen — Sie kaufen ein schnelles Fahrzeug und fahren es zunächst langsam.

Wie viel muss mein Fahrzeug tragen können?

Im Datenblatt jedes Fahrzeugs steht eine Zuladung, meist zwischen 130 und 250 Kilogramm. Diese Zahl meint alles zusammen: Sie selbst, Ihre Begleitung, Einkäufe, Gepäck. Sie ist keine Empfehlung, sondern eine Grenze — wer sie dauerhaft überschreitet, belastet Rahmen, Bremsen und Akku über Gebühr.

Eine einfache Rechnung vor dem Kauf: Ihr Gewicht, plus zehn bis fünfzehn Kilogramm für einen normalen Einkauf, plus gegebenenfalls das Gewicht Ihrer Begleitung. Liegt das Ergebnis nah an der angegebenen Zuladung, nehmen Sie das nächstgrößere Modell. Achten Sie außerdem darauf, dass das Gesamtgewicht des Fahrzeugs nicht dasselbe ist wie seine Zuladung — die beiden Werte werden oft verwechselt.

Was mache ich, wenn unterwegs etwas kaputtgeht?

Dann rufen Sie uns an. Wir klären zuerst am Telefon, was los ist — häufig sind es Kleinigkeiten wie ein ausgelöster Sicherungsautomat oder ein Akku, der über Wochen nicht geladen wurde. Wenn ein Teil ersetzt werden muss, ist es für alle Fahrzeuge erhältlich. Für Wartung und Reparatur arbeiten wir mit über 300 Partnerwerkstätten in Deutschland zusammen.

Für die Wartung gilt dasselbe wie beim Auto: Reifendruck prüfen, Bremsen kontrollieren, den Akku nicht monatelang leer stehen lassen. Ein Elektromobil ist technisch einfach — es hat weder Motoröl noch Zahnriemen noch Auspuff.

Wie kommt das Fahrzeug zu mir?

Wir liefern per Spedition zu Ihnen nach Hause und sprechen den Termin vorher telefonisch ab. Das Fahrzeug kommt aufgebaut und fahrbereit — Sie müssen nichts schrauben. Für Wartung und Reparatur arbeiten wir mit über 300 Partnerwerkstätten in Deutschland zusammen — Service also in Ihrer Nähe. Wenn später etwas kaputtgeht, finden wir gemeinsam eine Lösung: Service und Ersatzteile.

Vor dem Kauf: Sprechen Sie mit uns

Ein Seniorenmobil kauft man nicht jede Woche. Rufen Sie uns an, bevor Sie bestellen. Wir fragen nach Ihren Wegen, Ihrem Geburtsjahr und Ihrem Abstellplatz — danach nennen wir Ihnen ein bis drei passende Modelle mit Preis. Wenn keines passt, sagen wir Ihnen auch das. So erreichen Sie uns.