Diese Frage wird uns oft gestellt, und wir beantworten sie hier so klar, wie wir sie am Telefon beantworten: Wir können Ihnen keine Kostenübernahme zusagen, und wir versuchen es auch gar nicht. Unsere Fahrzeuge sind Fahrzeuge, die man kauft — so wie man ein Auto oder ein Fahrrad kauft.
Das ist keine bequeme Antwort. Aber die unbequeme Wahrheit vorher ist besser als die Enttäuschung hinterher, und im Markt für Elektromobile ist genau diese Enttäuschung einer der häufigsten Gründe für Ärger.
Warum wir dazu nichts versprechen
Ein Anbieter, der Ihnen sagt „das zahlt die Kasse“, verspricht etwas, worüber er nicht entscheidet. Über eine Kostenübernahme entscheidet allein Ihre Kasse, auf Grundlage einer ärztlichen Einschätzung und der jeweiligen Einstufung des Produkts. Kein Händler kann das vorwegnehmen — auch wir nicht.
Wir sagen Ihnen deshalb nur, was wir wissen: Wir verkaufen Ihnen ein Fahrzeug zu einem Preis, den Sie auf der Produktseite sehen. Was danach zwischen Ihnen, Ihrem Arzt und Ihrer Kasse besprochen wird, liegt außerhalb unseres Einflusses, und wir stellen dazu keine Zusagen aus.
Wo die Grenze ungefähr verläuft
Ohne Zusagen zu machen, können wir die Landschaft beschreiben, weil sie viele Missverständnisse erklärt.
Auf der einen Seite stehen Produkte, die als medizinische Versorgung eingestuft sind und über ein Verzeichnis der Kassen laufen. Dazu gehören zum Beispiel Elektrorollstühle. Der Weg dorthin führt über Ihren Arzt, ein Sanitätshaus und einen Antrag bei der Kasse — nicht über einen Fahrzeughändler.
Auf der anderen Seite stehen Fahrzeuge, die man kauft, weil man mobil bleiben möchte: Seniorenmobile, Elektromobile, Kabinenroller. Das ist unser Programm. Diese Fahrzeuge sind in der Regel nicht verordnungsfähig, und wer sie kauft, tut das aus eigenem Entschluss und mit eigenem Geld.
Die Grenze verläuft dabei nicht entlang des Preises oder der Bequemlichkeit, sondern entlang der Frage, wozu ein Produkt eingestuft ist. Ein Elektromobil ersetzt kein medizinisches Produkt, und ein medizinisches Produkt ersetzt kein Fahrzeug für die Straße.
Wenn eine Kostenübernahme für Sie entscheidend ist
Dann gehen Sie den Weg in dieser Reihenfolge — und zwar bevor Sie irgendwo etwas bestellen:
- Sprechen Sie mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt. Dort wird eingeschätzt, welche Art von Versorgung in Ihrer Situation in Betracht kommt.
- Fragen Sie bei Ihrer Kasse nach, welche Voraussetzungen gelten und welche Unterlagen sie braucht. Lassen Sie sich die Auskunft möglichst schriftlich geben.
- Warten Sie die Entscheidung ab, bevor Sie kaufen. Ein bereits gekauftes Fahrzeug wird selten nachträglich anerkannt.
Wenn am Ende dieses Weges ein Produkt aus dem medizinischen Bereich steht — gut. Dann haben Sie das Richtige bekommen, auch wenn es nicht von uns kommt. Wir verkaufen Ihnen lieber nichts, als Ihnen etwas Falsches zu verkaufen.
Was ein Elektromobil dagegen wirklich leistet
Menschen kaufen bei uns aus einem anderen Grund. Sie wollen ihre Wege selbst erledigen: einkaufen, zum Arzt, zum Friedhof, zu Freunden im Ort. Sie wollen nicht auf den Bus warten und nicht darauf, dass jemand Zeit hat.
Dafür ist ein Seniorenmobil gebaut. Es fährt bis zu 25 km/h, steht vor der Tür und fährt, wann Sie wollen. Es ist ein Verkehrsmittel — kein Ersatz für Pflege, keine Behandlung, kein Versprechen auf Gesundheit.
Diese Unterscheidung ist uns wichtig, weil sie über die Zufriedenheit nach dem Kauf entscheidet. Wer ein Fahrzeug kauft und ein Fahrzeug erwartet, ist zufrieden. Wer ein Fahrzeug kauft und eine medizinische Versorgung erwartet, wird es nicht sein.
Was Sie stattdessen steuerlich oder finanziell prüfen können
Auch hier gilt: Wir sind Fahrzeughändler und keine Steuerberatung, deshalb geben wir nur Hinweise, was einen Blick wert sein kann. Prüfen lassen sollten Sie es von jemandem, der dafür haftet.
Außergewöhnliche Belastungen. Ob Aufwendungen im Zusammenhang mit einer Behinderung steuerlich berücksichtigt werden können, hängt vom Einzelfall ab. Fragen Sie Ihren Steuerberater oder den Lohnsteuerhilfeverein.
Kommunale und soziale Angebote. Manche Städte, Kreise oder Stiftungen unterstützen Mobilität im Alter. Die Angebote sind örtlich sehr unterschiedlich; die Gemeindeverwaltung oder der Seniorenbeirat weiß, was es bei Ihnen gibt.
Die Frage nach dem Betrag. Für viele ist die entscheidende Frage nicht, wer zahlt, sondern ob sich die Anschaffung überhaupt trägt. Welche Zahlarten es bei uns gibt, steht unter Finanzierung. Wenn Sie über die Aufteilung sprechen möchten, rufen Sie uns bitte an — wir sagen Ihnen dann ehrlich, was geht.
Rechnen Sie nach, was Sie einsparen
Ein Punkt geht in dieser Diskussion oft unter: Für viele Kunden ist ein Elektromobil kein zusätzlicher Kostenblock, sondern ein Ersatz für einen viel größeren. Wer ein Auto abgibt, das nur noch für Einkauf und Arztbesuche im Ort läuft, spart Versicherung, Steuer, Wartung, Hauptuntersuchung und Kraftstoff.
Ein Elektromobil kostet im Betrieb rund einen Euro auf hundert Kilometer an Strom, dazu eine Haftpflicht ab etwa 2,93 Euro im Monat, keine Kfz-Steuer und keine Hauptuntersuchung. Rechnen Sie Ihre eigenen Zahlen im Kostenrechner nach. Was dabei herauskommt, überrascht viele mehr als jede Auskunft einer Kasse.
Unser Angebot: ein ehrliches Gespräch
Wenn Sie unsicher sind, ob ein Fahrzeug oder ein anderer Weg für Sie richtig ist, rufen Sie uns an. Wir sagen Ihnen, was unsere Fahrzeuge können — und wo wir Ihnen nicht weiterhelfen. Manchmal endet so ein Gespräch damit, dass wir Sie an Arzt oder Sanitätshaus verweisen. Auch das ist ein gutes Ergebnis.
Ein letzter Hinweis in eigener Sache: Wenn Ihnen ein Anbieter am Telefon eine Beteiligung in Aussicht stellt, lassen Sie sich das schriftlich geben und fragen Sie nach, wer genau die Zusage macht. Mündliche Andeutungen im Verkaufsgespräch sind später nichts wert.
Wenn Sie selbst kaufen: die günstigen Einstiege
Weil eine Beteiligung Dritter bei unseren Fahrzeugen die Ausnahme ist, hier die Modelle, mit denen der Einstieg am wenigsten kostet:
Vita Care Viva — 1.199 €. Vier Räder, 6 km/h, Lithium-Akku, nur 20 Kilogramm. Für kurze Wege und zum Mitnehmen im Kofferraum.
E-Mobil VitaEco — 1.299 €. Dreirädrig, 25 km/h, rund 30 Kilometer Reichweite. Damit erledigen Sie Einkauf und Arztbesuch selbst.
VITA CARE 1000 — 1.599 €. Dreirädrig, 25 km/h, bis zu 60 Kilometer. Derzeit zum Aktionspreis.
Für viele Kunden liegen die laufenden Kosten eines Seniorenmobils unter denen des Autos, das dafür wegfällt — rechnen Sie es im Kostenrechner nach. Die Zahlarten finden Sie auf einer eigenen Seite.
Häufige Fragen
Können Sie mir eine Kostenübernahme zusagen?
Nein, und wir versuchen es auch nicht. Über eine Kostenübernahme entscheidet allein Ihre Kasse auf Grundlage einer ärztlichen Einschätzung. Wir verkaufen Ihnen ein Fahrzeug zu dem Preis, der auf der Produktseite steht.
Sind Ihre Fahrzeuge verordnungsfähig?
In der Regel nicht. Unsere Seniorenmobile und Kabinenroller sind Fahrzeuge für die Straße, keine medizinische Versorgung. Wer eine verordnete Versorgung benötigt, geht den Weg über Arzt und Sanitätshaus — auch wenn wir dann nichts verkaufen.
Was soll ich tun, wenn mir eine Beteiligung wichtig ist?
Sprechen Sie zuerst mit Ihrer Ärztin oder Ihrem Arzt, fragen Sie dann bei Ihrer Kasse nach den Voraussetzungen und lassen Sie sich die Auskunft schriftlich geben. Warten Sie die Entscheidung ab, bevor Sie kaufen: Ein bereits gekauftes Fahrzeug wird selten nachträglich anerkannt.
Kann ich die Anschaffung steuerlich geltend machen?
Das hängt vom Einzelfall ab, und wir sind keine Steuerberatung. Fragen Sie Ihren Steuerberater oder einen Lohnsteuerhilfeverein, ob in Ihrer Situation etwas in Betracht kommt. Wir geben dazu keine Auskunft, für die wir nicht geradestehen können.
Gibt es andere Wege, den Betrag zu stemmen?
Zwei sind einen Blick wert. Manche Städte, Kreise und Stiftungen unterstützen Mobilität im Alter; die Gemeindeverwaltung weiß, was es vor Ort gibt. Sprechen Sie uns an, wenn der Betrag auf einmal zu groß ist — wir sagen Ihnen dann, was sich einrichten lässt.